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Kohl & Rüben – leckeres Wintergemüse für kalte Tage

Kohl & Rüben – leckeres Wintergemüse für kalte Tage

Nachdem ich im Garten nun alle Beete leergeräumt habe, sieht es wirklich karg und fast ein bisschen traurig aus. Aber keine Bange, ich habe natürlich vorgesorgt! Auf einem Beet steht noch jede Menge Essbares: Rosenkohl, Grünkohl, leckeres Wurzelgemüse und ein Beet mit Feldsalat werden mich über den Winter bringen.

 

Was wird eingelagert, was bleibt auf dem Beet?

Karotten, Rote Bete und Co. ernte ich vor dem ersten strengen Frost, denn Frostschäden würden die guten Wurzeln matschig, faul und nicht mehr lagerfähig werden lassen.

Rosenkohl, Grünkohl und Lauch könnt ihr den ganzen Winter über frisch vom Beet ernten. Wenn die Temperaturen im Winter stark fallen, schütze ich sie mit einem Vlies oder ein paar Tannenzweigen. Dem Geschmack des Kohls ist es sogar zuträglich, wenn er über einen längeren Zeitraum niedrige Temperaturen abbekommt. Bitterstoffe werden dann reduziert und es entsteht eine milde Süße. Rotkohl, Weißkohl und Wirsing halten bis zu -4° C gut aus.

 

Wie lagert man welches Wintergemüse?

Es gibt nichts Schöneres für mich als auch im Winter noch die Früchte des Sommers und meiner Arbeit zu genießen. Also runter vom Beet und ab ins Winterlager damit!

Wurzelgemüse solltet ihr kühl und feucht lagern. Ihr könnt direkt im Garten eine sogenannte Erdmiete anlegen: Hebt dazu eine Grube von gut 50 cm Tiefe aus und legt sie zum Schutz vor Mäusen mit Hasendraht aus. Als Drainage legt ihr unten etwas Kies hinein. Kleidet das Ganze zum Schutz vor Frost mit etwas Stroh, Laub oder Jutesäcken aus. Das Grün eures Gemüses dreht ihr ab, bevor es in ein Bett aus Sand oder Erde in die Miete gelegt wird. Waschen würde dem Wintergemüse seine natürliche Schutzschicht nehmen, also macht die Erde nur grob mit den Händen ab. Etwas Laub und ein paar Bretter oder einfach einen Strohballen obendrauf – fertig. Auch ein Hochbeet ist bestens zum Überwintern eurer Ernte geeignet.

Wenn ihr nicht immer im Garten nach euren Leckereien graben wollt, könnt ihr Karotten, Pastinaken, Rote Bete und Sellerie in einem Eimer oder einer großen Wanne mit Sand im Keller oder draußen nah am Haus aufbewahren. Der Sand sollte etwas feucht, aber nicht nass sein. Rot- und Weißkohl muss trocken sein, wenn ihr ihn lagert. Dann kann er ebenfalls in den Keller oder auf den Balkon; schlagt die Köpfe in Zeitung oder in Jutesäcke ein und legt sie in eine Holzkiste.

Wenn es jetzt kühl und nieselig wird, koche ich mir gern eine dicke Kürbissuppe. Meine Kürbisse lagere ich im Flur oder Treppenhaus in Holzkisten; sie mögen es gern trocken und nicht allzu kalt.

Falls ihr noch nicht vorgesorgt habt, könnt ihr sogar jetzt noch Feldsalat pflanzen. Im Gewächshaus wird er mit der Herbstsonne und etwas Glück noch erntefähig, draußen macht er über den Winter einfach eine Pause und legt im neuen Jahr wieder los, sobald die Sonnenstrahlen kräftiger werden.

Wie lagert ihr euer Wintergemüse? Ich bin gespannt auf eure Berichte!

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