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Tea Time!

Tea Time!

Leckerer Tee aus eigenen Kräutern

„Ruhe, Stille, Sofa und eine Tasse Tee geht über alles“, das stellte schon Theodor Fontane fest. Das Teetrinken wird in verschiedenen Kulturkreisen regelrecht zelebriert: Beispielsweise haben Tee-Zeremonien in östlichen Ländern wie China oder Japan eine lange Tradition. Bei den Ostfriesen darf ein dicker Brocken Kluntje (Kandiszucker) nicht fehlen. Er wird in die Tasse gelegt und knackt herrlich beim Aufgießen des Tees. Die Milch bildet daraufhin hübsche Wölkchen, die auf keinen Fall durch Umrühren zerstört werden dürfen. ;) In Großbritannien streitet man sich außerdem darum, was nun zuerst in die Tasse soll, der Tee oder die Milch.

Wie die Welt den Tee auch feiern mag – ich mache mein eigenes kleines Ritual daraus, lasse mich von seinem Duft entführen und träume von Sommertagen im Garten.

Am besten entfaltet sich das Aroma eures Tees übrigens in einer flachen Tasse oder Teeschale. Die duftende Oberfläche ist hier größer und eure Nase hat es leichter, die Aromen einzufangen.

 

Welche Aromen steigen da in meine Nase?

Bei mir ist es Tradition geworden, das ganze Jahr über für meinen „Jahrestee“ zu sammeln. Es können mehr Pflanzen für Tee verwendet werden, als ihr vielleicht vermutet: Das Grün und die Blüten verschiedener Kräuter wie Thymian, Melisse, Majoran, Zitronenverbene und Pfefferminze beispielsweise. Auch Blätter und Blüten von Indianernessel, Borretsch und Veilchen schmecken köstlich. Rosenblüten, Blüten von Kornblume, Gänseblümchen, Schlüsselblume und Sauerklee, sogar Blätter oder Triebe von Erdbeere, Himbeere und Brombeere könnt ihr verwenden.

 

Vom Beet in die Tasse

Mein Sammelgut breite ich locker in flachen Kisten aus und lasse es im Sommer draußen an einem schattigen Plätzchen trocknen. Ihr könnt aber auch Sträußchen binden und eure Teezutaten so lange an einem Platz mit niedriger Luftfeuchtigkeit aufhängen bis sie beim Anfassen schön rascheln.

Letzte Woche habe ich euch gezeigt, dass ihr auch im Winter nicht auf frische Kräuter verzichten müsst und sie nicht nur beim Kochen, sondern auch als Tee verwenden könnt. Majorantee sagt man beispielsweise nach, dass er Magen und Darm guttut. Auch Rosmarintee soll bei Verdauungsbeschwerden helfen und anregend wirken. Thymian- und Salbeitee ist wohltuend bei Erkältungen und Husten. Und wenn ihr am Abend schwer zur Ruhe kommt, könnt ihr es mit Lavendeltee versuchen.

Wächst bei euch eine besondere Tee-Zutat oder habt ihr ein besonderes Rezept für euren ganz persönlichen Tee? Ich bin gespannt!

 

 

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