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Lust auf‘s Gärtnern?

Lust auf‘s Gärtnern?

So funktionieren Urban Gardening Projekte

Leider hat nicht jeder das Glück einen Balkon oder gar einen Garten bewirtschaften zu können. Doch dafür gibt es eine sehr schöne Alternative: Urban Gardening. Dabei geht es um´s Gärtnern mitten in der Stadt. Als Anbaufläche dienen leerstehende Grundstücke, Grünstreifen oder Hinterhöfe. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – auch aus einer Baumscheibe oder einer leeren Kiste lässt sich ein kleiner Garten zaubern!

 

Urban Gardening ist mehr als Gemüseanbau

Das Besondere am Gärtnern in der Stadt ist, dass es Menschen zusammenbringt und aus Fremden Freunde werden. Plötzlich lernt man die eigene Stadt nochmal von einer ganz anderen Seite kennen, denn man begegnet Personen, die man sonst wahrscheinlich nie getroffen hätte. Die Anonymität der Stadt wird ein Stück weit aufgehoben. Somit dient das City-Gärtnern nicht einfach nur dem reinen Gemüseanbau, sondern schafft auch ein neues Miteinander.

 

Urban Gardening in der Kleinstadt

Oftmals kennt man Urban Gardening-Projekte vor allem aus den Großstädten. Allen voran die Prinzessinnengärten in Berlin. Doch schon lange ziehen kleinere Städte nach. So auch Würzburg. Dort gibt es bereits seit 2012 die Gruppe „Stadtgärnter Würzburg“. Aus der kleinen Initiative ist über die Jahre hinweg sogar ein richtiger Verein entstanden. 

 

Die Geschichte der Stadtgärtner Würzburg

Nach über einem Jahr der Gruppenfindung, Diskussion und Planung wurde schließlich der erste urbane Garten aufgebaut. Im Innenhof des Jugendkulturhauses Cairo werden seitdem Tomaten, Erdbeeren, Kräuter und Co. angebaut. Als Pflanzgefäße dienen Weinkisten, Reissäcke, selbstgezimmerte Hochbeete und leere Eimer aus der Mensa.

 

Ziemlich schnell war klar, dass sich das Gartenprojekt vergrößern soll. Ziel war es, direkt auf einer öffentlichen Fläche anzubauen. Dazu waren natürlich Gespräche mit der Stadtverwaltung nötig. Nach einem weiteren Jahr wurde den Gärtnern ein Grundstück zugesprochen. Doch dazu lautete die Bedingung, aus der losen Gruppierung einen Verein zu gründen. Eine schöne Winter-Aufgabe für die Gärtner. Nachdem alle bürokratischen Vorgaben erfüllt wurden, konnte im Frühling 2015 der zweite Garten am Würzburger Niggelweg errichtet werden. In diesem Video hier bekommt ihr einen Einblick über das neue Projekt.

Nun heißt es also zwei Standorte zu bewirtschaften. Das ist logistisch nicht immer ganz einfach, aber mit Doodle-Gießplänen und einer guten E-Mail-Kommunikation hat bisher alles prima geklappt.

 

Wie ihr am Beispiel der Würzburger Stadtgärtner sehen könnt, bedeutet Urban Gardening mehr, als einfach „nur“ zu Gärtnern. Es steckt ein gehöriger Aufwand dahinter, eine Fläche zu organisieren und diese gemeinsam zu bewirtschaften. Erde, Beete, Pflanzen, Werkzeuge: Alles muss erst angeschafft und zur Gartenfläche gebracht werden. Oftmals eine logistische Herausforderung, doch wenn alle an einem Strang ziehen, klappt es wunderbar und die Gruppe wächst noch mehr zusammen.

 

Das Schöne dabei: Jeder kann mitmachen, aus tristen Flächen und Großstadtecken blühende Gärten entstehen lassen und mitten in der Stadt die Freude am Gärtnern für sich entdecken!

 

Mehr Infos und Hilfe für die Gründung einer Gartengruppe findet ihr hier.

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Kommentare (1)

  1. Sabine Piasta am 14.05.2016
    Tomaten Kapuzinerkresse und glaube ich Erbsen.

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