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Heilkräuter vom Balkon

Heilkräuter vom Balkon

Was macht ein Garten Fräulein wie ich wohl bei den ersten Anzeichen von Halsschmerzen? Auf der Suche nach Heilkräutern geht es auf den Balkon und, wenn es da nicht fündig wird, weiter in den Garten.

Salbei und Thymian

Zum Glück sind noch nicht alle meine frischen Kräuter im Kochtopf gelandet und ich finde noch ein wenig Salbei. Auf eine viertel Tasse zerkleinerte Blätter gieße ich kochendes Wasser und habe nach spätestens fünf Minuten einen entzündungshemmenden Tee. Bei längerer Ziehzeit wird der Aufguss aufgrund der Gerbstoffe etwas bitter und kann zum Gurgeln verwendet werden. Salbei und Thymian wachsen vom Frühling bis in den Herbst hinein auf meinem Balkon. Für den Winter trockne ich mir einen Vorrat für Notfälle. Thymian wirkt als Tee schleimlösend bei festsitzendem Husten.

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Hagebutten

An meiner Heckenrose im Garten habe ich schon leuchtend rote Hagebutten entdeckt. Sie sind wahre Vitaminbomben und enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte! Im Herbst kommen sie gerade recht zur Stärkung des Immunsystems für den Winter. Die hübschen Früchte lassen sich frisch oder getrocknet zu einem leckeren Tee verarbeiten.

Lavendel und Melisse

Bereits verblüht ist leider einer meiner Lieblinge, der Lavendel. Ab Mitte Juli hat er meinen Garten geschmückt und die Bienen erfreut. Immer wieder einmal habe ich mir ein paar Zweige zum Trocknen abgeknipst. Bei mäßig starken Kopfschmerzen oder Einschlafproblemen hilft er mir zusammen mit etwas Melisse (Ernte ca. von Mitte Mai bis Mitte September) als Tee. Wenn mir noch dazu kalt ist, lasse ich ein Bad ein, hänge ein Stoffbeutelchen mit diesen getrockneten Schätzen ins heiße Wasser und atme den heilenden Duft des Sommers ein.

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Ringelblume

Zwischen März und April habe ich im Garten Ringelblumen ausgesät. Die gelben und orangefarbenen Blüten der Calendula, wie sie auch genannt wird, erfreuen ab Anfang Juni jedes Jahr Auge und Gaumen. Sie landen bei mir in der Vase, im Salat, aber auch in Aufgüssen zur äußerlichen Anwendung. Ein getränkter Verband unterstützt die Heilung von frischen oder entzündeten Wunden.

Königskerze

In meinem Garten hat sich dieses Jahr ein weiterer, erfreulicher Gast angesiedelt: Die majestätische Königskerze. Ihre Blüten wirken im Tee lindernd bei grippalen Infekten und Husten. Während der Hauptblütezeit im Juli und August trockne ich die kleinen, gelben Blüten. Später, im dunklen Winter, verwende ich sie auch zum Räuchern. Sie verströmen dann einen warmen, honigartigen Duft. Schon die Dichterin Hildegard von Bingen, die im 12. Jahrhundert lebte, wusste um ihre positive Wirkung bei Melancholie und traurigem Herzen.

Unser Garten hält so viel Heilendes für Körper und Geist bereit – unsere Vorfahren hatten über diese Apotheke der Natur ein weitaus umfangreicheres Wissen als wir heutzutage. Bei sehr starken oder sich nicht bessernden Schmerzen oder Beschwerden suche auch ich natürlich weiterhin ärztlichen Rat. Bei all der Naturheilkunde sollte man so etwas keinesfalls vernachlässigen!

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