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Garten-SOS: Pflanzen-Krankheiten und -Schädlinge erkennen und bekämpfen

Garten-SOS: Pflanzen-Krankheiten und -Schädlinge erkennen und bekämpfen

Kennt ihr das? Mit großem Elan bepflanzt ihr Balkon oder Garten und plötzlich vergnügen sich Schädlinge an euren Blumen und Pflanzen. Wenn die liebevoll gezogenen und gehegten Pflanzen Krankheiten bekommen oder von Schädlingen befallen werden, werden Beschützerinstinkte wach! Doch keine Sorge: Wenn ihr die ungebetenen Gäste frühzeitig erkennt, sind eure Pflanzen meist noch zu retten.

 

Häufige Pflanzen-Krankheiten und -Schädlinge

  • Blattläuse kommen recht häufig vor und sind leicht erkennbar: Sie können grün, schwarz oder braun sein und sitzen meist auf der Unterseite der Blätter. Dort saugen sie Saft aus den Pflanzen und schädigen sie so.
  • Oft treten Blattläuse zusammen mit Ameisen auf, denn sie bilden eine Symbiose: Die Ameisen ernähren sich von den Ausscheidungen der Blattläuse, dem sogenannten Mehltau. Im Gegenzug schützen die Ameisen die Läuse vor ihren natürlichen Feinden.
  • Auch Schildläuse leben vom Saft der Pflanzen. Ihr erkennt sie  an dem braunen, runden Schild, das die weiblichen Tiere um sich bauen.
  • Bei anderen Schädlingen müsst ihr möglicherweise intensiver auf Spurensuche gehen: Angefressene und löchrige Blätter können auf Raupen oder Schnecken hinweisen.
  • Zu den häufigsten Pflanzen-Krankheiten zählt der echte Mehltau, der sich als mehliger, weißlicher Belag auf den Blattober- und Unterseiten, an den Trieben, Knospen und Blüten zeigt. Auch Grauschimmel ist weit verbreitet, er hinterlässt einen grauen Pilzrasen auf Blättern und Früchten.

Tipp: Ihr seid euch nicht sicher, um welche Pflanzen-Krankheiten und -Schädlinge es sich bei euren Pflanzen handelt? Das Lexikon der Schädlinge hilft euch weiter!

 

Pflanzen-Krankheiten und -Schädlinge erkennen und bekämpfen

Eingerollte Blattränder, verfärbte oder löchrige Blätter sind Anzeichen für Schädlinge oder Krankheiten. Wenn ihr Schädlings- oder Krankheitsbefall frühzeitig bemerkt, sind die Chancen auf „Heilung“ am größten. Kontrolliert eure Pflanzen daher mindestens einmal pro Woche. Schädlinge lassen sich bei Früherkennung oft noch mit der Hand entfernen. Ist es dafür zu spät, solltet ihr – insbesondere bei Nutzpflanzen – nur biologische Mittel zur Hilfe nehmen

  • Gegen Läuse hilft z. B. ein Zehe Knoblauch in der Erde. Auch Brennnesselsud hat sich bewährt: 100 Gramm Brennnesseln ca. 24 Stunden lang in 1 Liter Wasser einlegen, den Sud dann in eine Sprühflasche füllen. Die betroffenen Pflanzen sollten über mehrere Tage regelmäßig eingesprüht werden. Die im Wasser gelösten Nesselgifte mögen Blattläuse nämlich gar nicht.
  • Schnecken bekämpft man am besten, indem man Barrieren schafft, die sie nicht überwinden können: Über trockene Wege oder Salz kriechen sie nicht gern. Auch ein Hochbeet oder spezielle Schneckenzäune hindern die Tierchen daran, zu den Pflanzen zu gelangen.
  • Echten Mehltau könnt ihr mit einer Milchlösung bekämpfen: Mischt Frischmilch und Wasser im Verhältnis 1:9 und besprüht die Pflanze etwa dreimal wöchentlich damit. Das in der Milch enthaltene Lecithin bekämpft den Pilz.
  • Bei Grauschimmel solltet ihr schnell handeln und betroffene Pflanzen oder Pflanzenteile im Hausmüll entsorgen (nicht im Kompost!). Sollte das nicht ausreichen, helfen nur spezielle Sprühlösungen aus dem Fachhandel.

 

Schädlingen und Krankheiten vorbeugen

Schädlinge tummeln sich häufig an Pflanzen, die nicht artgerecht gehalten und dadurch geschwächt sind. Prüft deshalb die Ansprüche der Pflanze auf Sonne, Schatten, Trockenheit, Feuchtigkeit und Luft. Denkt auch an bedarfsgerechtes Gießen und regelmäßiges Umtopfen!

 

Bildnachweis: Lisa S./shutterstock.com, PHOTO FUN/shutterstock.com, Julie Vader/shutterstock.com, LDprod/shutterstock.com

 

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