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Ab auf den Komposthaufen!

Ab auf den Komposthaufen!

Gartenabfälle richtig kompostieren

Langsam wird es leer im Garten. Das Gurkengrün habe ich am Wochenende bereits vom Beet genommen und bald werden auch die Tomatenstöcke auf dem Komposthaufen landen. Dort werden diese Reste in reichhaltigen Dünger oder - nach 1 bis 2 Jahren – in fruchtbare Gartenerde verwandelt. Wie das geht, zeige ich euch heute.


Was ist wichtig beim Anlegen eines Komposthaufens?

In Bau- und Gartenmärkten bekommt ihr verschiedene Kompostbehälter. Ich persönlich bevorzuge die Variante aus Holz, die ihr aus vier Kanthölzern und Brettern auch einfach selbst zusammenzimmern könnt.

Damit sich die Mikroorganismen im Kompost auch wohl fühlen und gut arbeiten können, gilt es, erstmal den richtigen Standort zu finden. Sucht in eurem Garten also ein halbschattiges Plätzchen aus. Ideal ist ein Komposthaufen im Schutz von Büschen oder Sträuchern. Dort steht er weder dauerhaft Sonne, noch bekommt er zu viel Nässe von oben ab. Unten sollte Kontakt zum Erdboden bestehen. Legt den Kompost also nicht auf Beton oder Pflaster an, das würde ihn zu sehr abdichten und zu Staunässe führen.


Was darf auf den Kompost, was besser nicht?

Gartenabfälle wie Laub, Pflanzenreste oder gejätetes Unkraut können auf den Komposthaufen gegeben werden. Auch der Biomüll aus eurer Küche ist perfekt für einen guten Kompost: Kaffeesatz, Eierschalen, rohe und unbehandelte Gemüse- oder Obstreste oder kleine Mengen Küchenrolle oder Zeitungspapier. Habt ihr Haustiere? Auch der Mist von Hase, Meerschweinchen & Co. ist für das Kompostieren gut geeignet.

Fleisch, Wurst und Essensreste entsorgt ihr hingegen besser in der Biotonne, denn diese locken unerwünschte Wildtiere an. Auch kranke Pflanzenteile sollten besser nicht auf dem Kompost landen. Um Viren und Bakterien unschädlich zu machen (die sog. „Hygienisierung“), fehlen in unserem kleinen Gartenkompost meist die dafür nötigen, hohen Temperaturen.

Der Kompost sollte weder zu nass, noch zu trocken sein, deswegen mischt Küchenabfälle oder frischen Grasschnitt z. B. mit Holzhäcksel, Sägespänen oder anderem trockenen Material bzw. schichtet diese abwechselnd. Größere Pflanzenteile sollten etwas zerkleinert werden. So haben die Mikroorganismen mehr Angriffsfläche und es dauert nicht so lange, bis alles gut verrottet ist.

Ich persönlich gebe zusätzlich meist noch einige Schaufeln Gartenerde oder älteren Kompost mit dazu. Die darin enthaltenen Kleinstlebewesen und Regenwürmer können dann direkt mit der Arbeit loslegen, damit ihr nach 6 bis 12 Monaten wertvollen Dünger und nach etwa 12 bis 24 Monaten fruchtbare Garten- oder Anzuchterde bekommt.

Habt ihr noch Tipps für guten Kompost? Immer her damit!

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