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Unser täglich Brot

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Brot frisch halten kann so einfach sein

Brot frisch halten – ein heikles Thema, denn leider ist es mit dem knusprigen Genuss in der Regel schnell wieder vorbei. Das Brot wird pappig, trocken und fängt im schlimmsten Fall an zu schimmeln. Dann ist Roggen und Schrot verloren, denn selbst wenn nur ein kleines Stück von Schimmel befallen ist, sollte man zur Sicherheit das ganze Brot entsorgen. Die Schimmelsporen sind hochgradig giftig und können Leber und Niere angreifen.

Wie sollte man das Brot also am besten lagern? Eignet sich eine Papier- oder Plastiktüte besser? Um genau zu sein: weder noch. Papier entzieht dem Brot die Feuchtigkeit und lässt die knusprige Kruste des Deutschen Lieblings weich und pappig werden. Das Innere, die Krume, hingegen wird hart und ungenießbar. Hinfort ist unser knackig krosser Gaumenschmaus. Plastik ist eine ideale Brutstätte für Pilze, Viren und Bakterien und deswegen auch nicht geeignet. Die warme und luftdichte Hülle schreit förmlich nach fiesen Schimmelsporen.

Brot lagern – welches Brot bleibt am längsten frisch?

Ein leckerer Duft von frisch gebackenem Brot zieht in die Nase, die knusprig zarte Kruste knackt im Mund, kleine Krümel rollen den Mundwinkel entlang. Frisches Brot ist eine Wohltat – damit man möglichst lange in den Genuss der knusprigen Racker kommt, gilt es lediglich einige Grundregeln zu beachten.

Frisch gebackenes Brot vom Handwerksbäcker ist besonders lange haltbar, da es von einer besonders starken Kruste vor biologischen Schädlingen geschützt wird. Doch kein Brot ist wie das andere und unterschiedliche Brotarten bleiben dementsprechend auch unterschiedlich lange frisch. So sind Brote mit einem hohen Roggenanteil um einiges länger haltbar, als zum Beispiel ein Weizenbrot. Der hohe Roggenanteil macht hier den Frische-Unterschied, da das Getreide die Feuchtigkeit im Brot viel länger hält als Weizen. Aber auch Vollkorn oder Schrot sind genau wie Sauerteigbrote die Gewinner der Frische-Langstrecke. Schrot- und Vollkornbrote sind etwa sieben bis neun Tage haltbar, während ein einfaches Weizenbrot sehr schnell austrocknet und nur bis zu zwei Tage frisch bleibt. Weizenmischbrote halten sich zwei bis vier Tage, Roggenmischbrote bis zu drei und Roggenbrote vier bis sechs Tage.

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Frisches Brot aufbewahren – so hat man am längsten etwas davon

Das Brot am besten auf die hohe Kante legen – so bleibt es besonders frisch. Die Kruste eines Brotes ist ein Allroundtalent: sie schützt die feuchte, weiche Krume, also das Innere des Brotes, schützt das Brot auch vor äußeren Einwirkungen und trägt obendrein noch zum besonderen Geschmack des Brotes bei. Damit das Innere des Brotes auch weiterhin schön saftig bleibt, gibt es einen einfachen Trick: den angeschnittenen Brotlaib immer mit der Schnittkante nach unten aufstellen, damit er nicht austrocknet.


Solange Brot schnell verzehrt wird und eventuell auch schon geschnitten gekauft wurde, kann man es auch in der Plastik- oder Papiertüte aufbewahren, die man beim Bäcker mitbekommt. Verpackt gekauftes Brot hält sich in der Originalverpackung am längsten. Jedoch sollte man die Feuchtigkeit im Plastikbeutel ab und an überprüfen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Ein Pelz steht der eigentlich krossen Kruste nämlich nicht besonders gut.

Die beste Lösung ist die Aufbewahrung in einem Brottopf aus Ton, Stein oder Keramik oder einem Brotkasten aus Holz. In Ton- oder Steingutbehältern wird durch offene Poren die Luft zirkuliert. Heißt: Die Poren nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf auch wieder an das Brot ab. Schimmel hat also kaum eine Chance. Unter einer Bedingung: reinlich währt am längsten. Alten Brotkrumen im Brotkasten den Kampf ansagen ist ein Muss. Diese kleinen tückischen Krümel können dem nächsten Brot zum Verhängnis werden – sie werden schnell zum Nährboden für Bakterien und Keime. Ein wirksames Hausrezept gegen Schimmel und Bakterien ist eine Essigwassermischung, mit der der Kasten wöchentlich ausgespült werden sollte. Sicher ist sicher. 

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Auf die Temperatur kommt es an 

Brot mag keine halben Sachen. Zumindest was die Temperatur während der Lagerung angeht.  Sowohl der ganze Laib als auch vorgeschnittene Scheiben mögen es entweder wohlig warm bei Raumtemperatur oder eiskalt in den Tiefen des Eisfachs. Der Kühlschrank ist zum Brot aufbewahren demnach nicht geeignet. Lediglich wenn es im Sommer sehr warm und die Luftfeuchtigkeit hoch ist, macht die Aufbewahrung im Kühlschrank Sinn. Ansonsten wird das Brot durch das trockene Klima im Inneren des Kühlschranks schneller altbacken.

Wer dennoch zu viele Scheiben übrig hat, kann diese ohne Probleme einfrieren und bei Bedarf die benötigte Anzahl an Brotscheiben auftauen oder im Toaster rösten. So kann man jeden Tag ein frisches Brot genießen, denn dieses hält das Wechselbad der Gefühle problemlos aus und behält den frischen Geschmack.


Brötchen frisch halten

Auch Brötchen lagert man am besten bei Raumtemperatur in einem Brottopf oder schickt sie für einen kurzen Winterschlaf in das Eisfach. Unsere kleinen Frühstückslieblinge müssen genauso behandelt werden wie ihr großer Bruder, das Brot.

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