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Ready to Crumble!

Ready to Crumble!

Es gibt ja Essen, das neben dem Gaumen auch die Seele streichelt. "Soul Food" heißt das heute ganz offiziell. Duftender, frisch gebackener, noch lauwarmer Apple Crumble gehört da auf jeden Fall dazu! Nicht nur, aber gerade jetzt im Herbst.

Meine erste Begegnung mit diesem englischen Apfelstreusel hatte ich zu Schulzeiten, in der 6. Klasse. In Form des – ebenso unkomplizierten wie leckeren – Apple Crumble-Grundrezepts, das in meinem Englischbuch stand. Backen fand ich damals ehrlich gesagt höchstens mäßig spannend. Weil Apple Crumble aber weder viele Zutaten noch viele Arbeitsschritte erfordert, machte ich mich nach Schulschluss in der elterlichen Küche also ans Werk. Ich weiß noch ganz genau, wie stolz ich auf das Ergebnis war (denn das hieß ja immerhin auch, dass ich alle englischen Wörter richtig verstanden und übersetzt hatte)! Und wie gut der Crumble meiner Mutter, meiner Schwester, meiner besten Freundin und natürlich auch mir selbst geschmeckt hat. Für meinen Vater blieb an dem Tag leider nichts davon übrig, aber in Bezug auf Crumble galt und gilt sowieso: am besten frisch, sprich lauwarm genießen.

Für das denkbar einfache Apple Crumble-Grundrezept braucht man nur:

  • 500 g Äpfel
  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 175 g Mehl
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Damals in den 80ern habe ich mich noch ans vorgegebene Rezept gehalten. Inzwischen habe ich nicht nur unzählige verschiedene Crumble-Varianten entdeckt, sondern längst mein ganz persönliches Lieblingsrezept dafür entwickelt – das natürlich immer noch gänzlich unkompliziert ist (alles andere wäre auch so gar nicht Crumble-like):

  1. Eine Auflaufform mit Butter einfetten. Den Backofen auf mindestens 180, höchstens 200 Grad vorheizen. Die Äpfel waschen, schälen, vierteln, entkernen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden.
  2. In einer großen Schüssel Mehl und Zucker – und je nachdem die Prise Salz – gut durchmischen. Die Butter in kleine Würfel schneiden und nach und nach mit der Mehl-Zucker-Mischung ordentlich verkneten.
  3. Die Apfelstücke in die Form geben, die Streusel darüber streuen, dann alles sachte durchmischen.
  4. Ab in den Ofen und auf der zweiten Schiene von unten 30 bis 45 Minuten backen. Vorwarnung: Weil der Crumble so verführerisch duftet, läuft einem meistens schon mindestens 10 Minuten vor dem Ende der Backzeit das Wasser im Mund zusammen. Die genauen Backzeiten hängen, wie immer, ganz vom jeweiligen Backofen ab und davon, wie gold- oder karamellbraun man seinen Crumble gerne hätte.
Zutaten
  • 500 g Äpfel
  • 1/4 TL Zimt
  • 300 g Mehl
  • 175 g Zucker, davon 15 g Bourbon-Vanillezucker, 60 g Mascobado-Zucker (unraffinierter  Vollrohrzucker), 100 g feinkörniger weißer Zucker
  • 200 g Butter (gesalzen oder ungesalzen, bei gesalzener entfällt die zusätzliche Prise Salz), plus etwas Butter zum Ausfetten der Form
  • 1 Prise Salz
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Zu diesem Rezept bieten sich die unterschiedlichsten Abwandlungen an: So können die Apfelstücke vorweg mit etwas Zitronensaft beträufelt werden. Den Zimt kann man, ganz nach Gusto, ganz weglassen oder auch einfach mehr davon nehmen. Durch den Vollrohrzucker bekommt der Crumble eine wunderbare leichte Karamellnote; wer das nicht möchte, nimmt einfach nur normalen Zucker (auch der Vanillezucker ist optional). Besonders knusprig werden die Streusel, wenn man Haferflocken in den Teig mischt. Eine feine Marzipannote bekommen sie durch die Zugabe von gemahlenen Mandeln. Sehr aromatisch sind auch gemahlene oder gehackte Haselnüsse darin. In letzteren drei Fällen empfiehlt es sich, etwas mehr Butter zu nehmen, damit die Streusel, die dem Crumble seinen Namen geben, nicht allzu trocken und krümelig werden.

Das Ganze klappt – und schmeckt – natürlich genauso gut mit Birnen, Quitten, Pflaumen, Mirabellen, Aprikosen, Kirschen, Blaubeeren, Brombeeren, Cranberries oder je nach Jahreszeit auch Himbeeren und Rhabarber. Besonders unwiderstehlich wird jeder Crumble mit Schlagsahne, Vanille-Eis oder – mein persönlicher Favorit – warmer Vanille-Soße obendrauf. Wobei mir gerade wieder einfällt, dass ich's zur Abwechslung mal mit Schoko- und Karamell-Soße probieren wollte! Ich bin dann mal in der Küche...

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Kommentare (1)

  1. Sarah am 27.10.2016
    Tolles Rezept!

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