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Geliebte Erdäpfel

Geliebte Erdäpfel

Wie Kartoffeln lagern richtig geht

Gefühlt ist Kartoffeln lagern eine Wissenschaft für sich. Denn viele kennen das Problem nur zu gut: Einen ganzen Beutel Kartoffeln gekauft, aber nur eine Handvoll gebraucht und man kann sich ziemlich sicher sein, dass die übriggebliebenen Kartoffeln vor sich hinschrumpeln werden, bis sie den Weg in die Biotonne finden. Dabei ist Kartoffeln lagern – auch ohne kühlen Keller – gar nicht so schwierig.

Über hundert verschiedene Speisekartoffeln findet man in Deutschland. Unterteilt werden sie in fest kochend, vorwiegend fest kochend und mehlig kochend. Dabei eignen sich festkochende vor allem für Bratkartoffeln, Pellkartoffeln und Kartoffelsalat. Mehlig kochende Kartoffeln sind perfekt für Pürees und Suppen. Die vorwiegend festkochenden sind die Allroundtalente unter den Erdäpfeln. Sie sind universell einsetzbar. Für alle Kartoffelarten gilt allerdings: Bitte erst kurz vor dem Zubereiten waschen oder schälen. Feuchtigkeit und Schnittflächen tragen dazu bei, dass die Knollen schneller faulen.

Langweilige Dickmacher 

Trotz ihrer Vielfalt, haben Kartoffeln ein paar harte Jahre hinter sich. Als langweilige Dickmacher verschrien, wurden sie von vielen verschmäht. Dabei können die Erdäpfel mit vielen hochwertigen Inhaltsstoffen wie Vitamin C, B1 und B2 sowie mit Kalium punkten. Zudem sind sie wertvolle Kohlehydratlieferanten, die vielseitig in der Küche einsetzbar sind. Und wer sich ein bisschen Kartoffelwissen aneignet, der hat auch über einen längeren Zeitraum etwas von den guten Knollen.

Wie lang sind gekochte Kartoffeln haltbar?

Doch wie lang sind gekochte Kartoffeln haltbar? Eine Frage, die sich viele stellen, wenn sie nach dem Essen noch Kartoffeln übrig haben. Wer die geschälten und gegarten Knollen nach dem Abkühlen in eine luftdicht verschlossene Frischhaltedose gibt und diese im Kühlschrank lagert, hat auch ein paar Tage später noch frische Kartoffeln. Einfach den Sinnen vertrauen, wenn man den Deckel aufmacht. Denn, was gut riecht und gut aussieht, ist meistens auch gut. Aus solchen Kartoffeln lassen sich dann zum Beispiel noch köstliche Bratkartoffeln zubereiten.

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Kartoffeln richtig lagern

Um rohe Kartoffeln richtig zu lagern, sollte man ein paar Dinge beachten: Helle, warme oder feuchte Räume sind nichts für die beliebten Knollen. Feuchtigkeit lassen Kartoffeln schneller schimmeln. Licht und Wärme sorgen dafür, dass sie schnell auskeimen. Hier ist Vorsicht geboten. Denn die grüne Färbung, die beim Keimen entsteht, das sogenannte Solanin, ist gesundheitsschädlich. In der Natur ist es für die Kartoffel überlebenswichtig, denn durch das natürliche Gift schützt sich die Knolle gegen Fraßschädlinge. Für den Menschen ist der Stoff jedoch nur in großen Mengen giftig. Kleinkinder sollten dennoch keine grünen Kartoffeln essen. Erwachsene können keimende Kartoffeln in normalen Mengen noch gut essen, solange die grünen Stellen nur linsengroß sind. Die Stellen dann einfach großzügig wegschneiden. Kartoffeln, die bereits größere grüne Stellen haben, eignen sich nur noch dazu eingepflanzt zu werden. Im ersten Augenblick mag das ärgerlich sein, doch im Grunde ist es eine schöne Möglichkeit, um seine Kartoffeln das nächste Mal einfach selbst ernten zu können. 

Manche mögen’s nicht so heiß

Wenn es Kartoffeln zu warm ist, verlieren sie Wasser und Stärke. Das erkennt man dann auch als Lebensmittellaie. Denn die sonst wohlgeformten Kartoffeln werden dann schrumpelig und unansehnlich. Das ist nicht nur ein optisches Problem. Denn mit ihrem guten Aussehen verlieren sie auch einige ihrer zahlreichen Vitamine. Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen findet man aber auch in einer schrumpeligen Kartoffel. Die Kartoffeln also nicht gleich wegwerfen. Einfach die Schale großzügig entfernen und die Kartoffel wie gewohnt weiterverarbeiten. Wer noch ein paar Stunden bis zur Zubereitung Zeit hat, der kann die Schrumpel-Kartoffeln auch über Nacht in Wasser legen. So bekommen sie ein bisschen ihrer Frische zurück und lassen sich auch wieder deutlich besser schälen.

Wohlfühlfaktor Kellerklima

Kartoffeln brauchen Luft. Sollte man sie also in einer Plastiktüte kaufen, sollte man sie sobald man mit seinen Einkäufen zu Hause ist, daraus befreien, wenn man verhindern möchte, dass sie faulen. Am wohlsten fühlen sich Kartoffeln bei einer Raumtemperatur von 4-12 Grad Celsius. Der ideale Ort, um Kartoffeln über einen langen Zeitraum zu lagern, ist deshalb noch immer der Keller. Die dicken Wände alter Keller halten sogar Sommerwärme ab. Bei diesen Klimaverhältnissen können sich Kartoffeln das ganze Jahr über wohlfühlen. Doch wer kann heutzutage schon noch von sich behaupten, einen kühlen Keller sein Eigen zu nennen. Um die tollen Knollen dennoch so zu lagern, dass sie lange frisch halten, braucht es ein paar Tricks.

 

Ab in die Kiste

Wer keinen Keller hat, kann Kartoffeln prima in einer Holzkiste lagern. Als unterste Schicht sollte dabei Zeitungspapier dienen, damit die Knollen schön trocken liegen. In der Kiste bilden sich weder Wärme noch Feuchtigkeit und die Knollen werden rundum gut belüftet. Nun sollten die Kartoffeln noch alle paar Tag umgeschichtet werden. Faule Exemplare dabei unbedingt aussortieren. Die Fäule könnte sich sonst leicht auf die anderen Exemplare übertragen. Wer diese Tipps beherzigt, hat noch lange etwas von den guten Knollen.

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Kuscheln verboten

Kartoffeln kuscheln übrigens ungern mit Obst. Auf die gemeinsame Lagerung mit Äpfeln, Bananen, Birnen, Pfirsichen und Pflaumen also lieber verzichten. Diese entwickeln während ihrer Reifung das Gas Ethylen, das an seinem süßlichen Geruch erkennbar ist. Dies lässt auch anderes Obst und Gemüse, wie in diesem Fall die Kartoffeln, weiter reifen und letztlich verderben.


Kartoffeln im Kühlschrank lagern

Kartoffeln im Kühlschrank lagern – nur bedingt eine gute Idee. Bewahrt man Kartoffeln so kühl auf, wandelt sich die Stärke in der Kartoffel vorzeitig in Zucker um. Das wirkt sich auch auf den Geschmack der Kartoffeln aus. Durch den Zucker wird auch der süßlich.

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