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Wanted: Der ideale Ort zum Kohl lagern

Wanted: Der ideale Ort zum Kohl lagern

so bleibt er länger frisch

Kohl lagern sollte man am besten so kurz wie möglich. Für fast alle Kohlsorten gilt: frisch einkaufen, so schnell wie möglich verarbeiten. Denn mit jedem Tag der verstreicht, verliert Kohl Vitamin A, B und C. Jedoch verhalten sich hier verschiedene Kohlsorten unterschiedlich: Vor allem Weiß- und Rotkohl sind runde Frischegiganten und halten sich unter den richtigen Lagerbedingungen besonders lange frisch. Wie und wo man sie am besten lagert, klären wir hier.

Kohl ist gesund, lecker und in der Küche vielfältig einsetzbar. Kein Wunder also, dass er sich in jeglicher Variante großer Beliebtheit erfreut. Egal, ob gekocht mit Kartoffeln, roh in Salaten oder fermentiert im Sauerkraut – jede Zubereitung entlockt dem Kohl seine besondere Eigenschaft auf eine andere Art und Weise. Die Hochsaison des Kohls liegt in der kalten Jahreszeit, dementsprechend müssen Vorkehrungen getroffen werden, die dem Kohl helfen zu überwintern, ohne seine Frische zu verlieren.

Immer schön knackig bleiben

Verschiedene Kohlsorten bleiben unterschiedlich lang knackig frisch. Blumenkohl, Chinakohl, Grünkohl und Brokkoli halten sich beispielsweise maximal zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Danach kann es schon zu Verfärbungen an den Rosen und Blättern oder zu Schimmelbildung kommen. Am besten kann man diese Sorten lichtgeschützt im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Auch wenn es bei vielen anderen Gemüsesorten ein Frischegarant ist – Kohl sollte auf keinen Fall in feuchte Tücher gewickelt werden. In diesem Fall beschleunigt es Fäulnis und Schimmelbildung.

Schon beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass sich der Kohlkopf fest anfühlt, die Oberfläche glänzt und keine Risse, Dellen oder andere Verletzungen aufweist. Diese könnten auf Schädlingsbefall oder Fäule hinweisen. Je älter der Kohl ist, desto lockerer werden seine Blätter. Deswegen immer schön nach einem festen Kohl Ausschau halten und den Druck-Test machen. Da Kohl anfängt seinen wertvollen Vitamin-C-Gehalt zu verlieren, sobald er angeschnitten wurde, sollte man vermeiden vorgeschnittenen Kohl zu kaufen. Auch wenn man ihn zu Hause verarbeitet, sollte man ihn wenn möglich nicht in der Mitte durchtrennen, sondern die Blätter einzeln abschälen. Ansonsten trocknet der Kohl zu sehr an den Schnittstellen aus, verliert seine wertvollen Vitamine und an Geschmack.

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Weißkohl – die volle Ladung Nährstoffpower

Deutschland liebt Weißkohl. Das runde Nährstoffpaket ist die bei uns die meistverkaufte Kohlkopfsorte. Rund 90 Prozent stammen dabei aus regionalem Anbau. Das Image des ehemaligen „Arme-Leute-Essens“ gehört heute der Vergangenheit an. Weißkohl ist ein wahrer Gesundbrunnen und damit ein wichtiger Nährstofflieferant in der Winterzeit. Er hat viel Vitamin C und E, Mineralstoffe, Kalium, Eisen, sekundäre Pflanzenstoffe und Senföle. Das Beste? Der Weißkohl lässt sich frisch geerntet bis zu drei Monate lagern. Ein angeschnittener hält sich sogar bis zu drei Wochen im Kühlschrank. Um so lange durchzuhalten, braucht der Kohl allerdings ein paar Rahmenbedingungen, die stimmen müssen.

Weißkohl lagern

Wie auch viele andere Kohlsorten hat Weißkohl in der kalten Jahreszeit Hochsaison. Es wird viel geerntet und der Kohl muss für eine lange Zeit gelagert werden können.

Die beste Lagerungs-Lösung: die Köpfe hängen lassen. Aber bitte nur die Kohlköpfe. Wer selbst anbaut und im besten Fall auch noch einen kühlen, dunklen Keller, einen Schuppen oder ein Gartenhäuschen zur Verfügung hat, der hat den Kohl-Lagerungs-Jackpot gewonnen. Hier fühlt sich der runde Koloss besonders wohl. Man sollte ihn mitsamt Wurzel aus der Erde ziehen und ein Band oder Seil um den Strunk des Kohls binden, um ihn kopfüber an die Decke hängen zu können. Auch ein Netz eignet sich zum Aufhängen. An der Decke hängend sammelt sich kein Wasser im Kohlkopf, er fängt nicht an zu schimmeln und kann so den gesamten Winter über verharren.

Alternativ können Kohlköpfe auch in luftigen Holzkisten oder Regalen überwintern. Man sollte sie mit Jutesäcken zudecken und regelmäßig auf Fäulnis kontrollieren, da sie im Liegen schneller dazu neigen. Außerdem sollten auf keinen Fall die Umblätter entfernt werden, da diese einen Schutzpanzer für die zarten Innenblätter mimen. Vor dem Verzehr sollten diese jedoch entfernt werden.

Wer keinen der oben genannten Schauplätze zur Verfügung stehen hat, der kann den Weißkohl auch im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dort hält er sich als ganzer Kohlkopf gelagert allerdings nur drei bis fünf Wochen. In einer dunklen Kiste oder im Schrank hält er sich bei Zimmertemperatur etwa zwei Wochen. Jedoch sollte man darauf verzichten ihn gemeinsam mit Äpfeln zu lagern, da er sonst schneller welk wird.

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Weißkohl haltbar machen

Besonders kleine Haushalte haben das große Problem, den großen Vitaminkoloss nicht innerhalb kürzester Zeit verbrauchen zu können. Zum Glück kann man Kohl wunderbar haltbar machen und die Vitamine retten, die bei einer Lagerung im angeschnittenen Zustand verloren gegangen wären. Die schnellste und einfachste Variante: Den schon klein geschnittenen Kohl in fest verschließbaren Behältnissen einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Jedoch eignen sich auch viele Rezepte zur Weiterverarbeitung. Die wohl beliebteste Form: das Fermentieren zu Sauerkraut. Eingemachtes Sauerkraut hält sich in Konserven und Gläsern sogar einige Jahre. Frisches, in Beuteln abgepacktes Sauerkraut muss im Kühlschrank gelagert werden und hält sich einige Wochen. Es lässt sich jedoch auch problemlos einfrieren.  Sauerkraut ist ein wahres Powerkraut. Auch in Form von Krautsalat kann man den Weißkohl eine lange Zeit aufbewahren. Je nach Zubereitung ist er bis zu einem Jahr haltbar. Dazu sollte er unbedingt heiß in ein ausgekochtes Schraubglas gefüllt werden. Bei kalter Zubereitung verkürzt sich die Haltbarkeit auf nur wenige Tage oder je nach Rezept immerhin auf Wochen.

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Rotkohl lagern

Blaukraut, Rotkraut, Rotkohl – auch wenn der beliebte Kohl in vielen Regionen unterschiedlich betitelt wird, steckt in seinem Namen ein Hinweis auf seine typische Farbe. Der rote, runde Prachtbursche ist gesund, lecker und sieht gut aus. Für viele Menschen zählt Rotkohl zum klassischen Wintergemüse. Nicht zuletzt, weil es eine der wenigen Gemüsesorten war und ist, die den Winter problemlos im Keller überlebt und somit auch zu kalten Zeiten eine gehörige Vitaminzufuhr bietet. Rotkohl enthält Ballaststoffe, Kalium, Kalzium, Phosphor, Mineralstoffe (Eisen, Kupfer), Senföle, Vitamin A, B, C und E.

Frischer Rotkohl ist das ganze Jahr über verfügbar. Seine Haupterntezeit ist jedoch der Herbst. Bei der Lagerung verhält er sich dem Weißkohl sehr ähnlich – wenn nicht sogar identisch. Auch hier beginnt die Frische beim Einkauf. Die Außenblätter des Rotkohls sollten immer knackig und fest sein. Wird er ohne Außenblätter verkauft, hilft ein sanfter Drucktest – fühlt er sich fest an, stimmt die Frische. In Privathaushalten hält Rotkohl etwa drei Wochen im Kühlschrank. Ein angeschnittener Kopf kann mit abgedeckter Schnittfläche problemlos weiter kühl gelagert werden. Trotzdem sollte man ihn schnellstmöglich verzehren, da er zügig seinen wertvollen Vitamin-C-Gehalt verliert.

Wer die Möglichkeit hat, tut dem Rotkohl Gutes, indem er ihn von seinen Außenblättern und dem Wurzelstock befreit und ihn in einem kühlen, luftigen Keller auf strohbedeckten Brettern lagert. Gesunde Köpfe mögen es genau wie der Weißkohl den gesamten Winter kopfüber an den Strünken aufgehängt zu werden.

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