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Concrete Jungle

Concrete Jungle

In den USA haben viele Menschen keinen Zugang zu frischen Lebensmitteln. Gerade in ärmeren Vierteln der großen Städte haben sich sogenannte „Food Deserts“ – „Lebensmittel-Wüsten“ – gebildet. Gleichzeitig wird in keinem Land der Welt mehr Essen verschwendet. Das Projekt Concrete Jungle ist eine kreative Antwort auf beide Probleme.

Eine Apfelweinpresse und große Mengen von Äpfeln waren die Inspiration für Concrete Jungle, eine gemeinnützige Organisation, die Obdachlose in Atlanta, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia, mit frischen Produkten versorgt.

BildergalerieBildergalerieFoto links: Jonathan Buiel

Alles begann mit einer Cider-Party

Vor ein paar Jahren, nachdem Craig Durkin, Aubrey Daniels und ihre Freunde eine Apfelweinpresse erhielten, beschlossen sie, Äpfel in der näheren Umgebung zu pflücken und eine Cider-Party zu schmeißen. Jedes Jahr wurde die Party größer, genauso wie die Menge an Obst, die sie pflückten.

Irgendwann erkannten die Freunde, dass es sehr viele öffentliche Obstbäume in der Stadt gibt, die keiner erntet. Sie überlegten sich, dass sie etwas Sinnvolles damit anstellen sollten. So kam die Idee auf, das Obst an Bedürftige zu spenden. Concrete Jungle wurde geboren mit der Mission, Obdachlosen-Unterkünfte und Tafeln mit frischem Obst aus der Region zu versorgen.

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Spendenmenge verdreifacht

Atlanta ist eine grüne Stadt mit einer hohen Baumdichte. Es gibt Hunderte von Obst- und Nussbäumen in Gärten, am Straßenrand und in öffentlichen Parks, die von Concrete Jungle geerntet werden können. Um die meisten Bäume kümmert sich niemand. Ihre Früchte verfaulen oder werden von wilden Tieren gefressen, während nur wenige Kilometer entfernt Arme und Heimatlose vergeblich versuchen, an frische Lebensmittel zu kommen.

Inzwischen pflückt die Organisation, die auf dem Engagement von Freiwilligen basiert, auch Früchte außerhalb von Georgia. „Damit konnten wir unsere durchschnittliche jährliche Spende in diesem Jahr verdreifachen“, freut sich Geschäftsführerin Katherine Kennedy.

BildergalerieFoto: Peter Essick
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Neues Baum-Patenprogramm

Ein weiterer wichtiger Schritt für den Verein ist das neue Baum-Patenprogramm. „Hierbei können Freiwillige einen Baum adoptieren und Concrete Jungle zum Reifegrad der Früchte des Baums auf dem Laufenden halten“, berichtet Kennedy. 2.800 Obstbäume wurden in der Stadt kartiert – viel zu viele, um den Reifegrad der verschiedenen Früchte mit nur einem Teilzeitmitarbeiter zu überprüfen.

Obst ist aber nicht das einzige Erzeugnis, womit Concrete Jungle die ärmere Bevölkerung unterstützt. Die Organisation erhielt eine Landspende, welche sie nun nutzt, um Gemüse anzubauen. Dabei können freiwillige Städter ihre Hände in die Erde stecken und beim Anbau sowie bei der Ernte helfen. Auch das Gemüse spendet der Verein.

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