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Wer hat Angst vorm ganzen Huhn?

Wer hat Angst vorm ganzen Huhn?

Christian Rach zeigt, wie man einfach und schnell ein ganzes Huhn zubereiten kann – und das gleich zwei Mal.

Wer an Geflügelfleisch denkt, hat meist nur das Brustfilet der Flattermänner im Kopf. In der ZDF-Dokumentation „Projekt Hühnerhof“ zeigte Christian Rach deshalb im vergangenen Jahr, wie ein komplettes Huhn als Nahrungsmittel dienen kann, damit nichts verschwendet wird. Denn die günstigeren Hühnerteile landen häufig im Abfall.

„Die Methode, dass alles quadratisch, praktisch, in Cellophan-Folie verpackt ist und uns bloß nicht das Gefühl gibt, dass das einmal ein Tier war – das hat bei uns schon krankhafte Züge“, kritisiert der Starkoch in der Doku zu Recht. Deshalb gibt es zwei der Rezepte hier im Blog.

Einfaches Brathähnchen-Rezept

  1. Den Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Hähnchen unter warmen Wasser waschen und anschließend mit einem Küchentuch trocken tupfen. Kräftig von innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Das Geflügel mit der Brust nach unten auf das Rost legen. Das Rost in die zweite Einschubleiste von unten in den Backofen schieben. Ganz unten sollte ein Backblech sein, auf dem sich das Fett beziehungsweise der Fond sammeln kann.
  3. Etwa 60 Minuten braten lassen. Nach der Hälfte der Garzeit das Hähnchen drehen. Damit das Fleisch beim Braten nicht austrocknet, die Haut ab und zu mit flüssiger Butter, Salzwasser oder auch mit der Flüssigkeit, die beim Braten auf das Backblech tropft, bepinseln.
  4. Um festzustellen, ob das Brat-Hähnchen fertig gebraten ist, einfach an der dicksten Stelle am Oberschenkel mit einem Spieß einstechen. Rosafarbener Fleischsaft steht für weiter garen. Tritt klarer Saft aus, ist es fertig.
Zutaten
  • küchenfertiges Hähnchen (ca. 1,2 kg)
  • Salz
  • Pfeffer
  • flüssige Butter

Coq au vin

  1. Das Hähnchen unter kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Hähnchen in einen Topf geben, Riesling (ersatzweise Zitronensaft) angießen und alles zum Kochen bringen. Hühnerbrühe hinzufügen und das Ganze bei mittlerer Temperatur leise köcheln lassen, bis das Hähnchen weich ist (45–60 Minuten).
  2. Das Hähnchen aus der Brühe heben und mit Klarsichtfolie abdecken, damit es an der Oberfläche nicht austrocknet. Den Fond auf etwa 800 ml einkochen.
  3. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln in grobe Würfel schneiden, Knoblauch fein hacken. Champignons waschen, Stielenden abschneiden und die Pilze halbieren. Bauchspeck in Streifen schneiden und einmal kurz in sprudelnd kochendem Wasser blanchieren, dann zwischen zwei Lagen Küchenpapier trocken legen.
  4. Die Hälfte der Butter in einem Topf schmelzen, Zwiebeln und Knoblauch zufügen und farblos anschwitzen. Das Mehl darüberstäuben und ebenfalls kurz farblos anschwitzen. Unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen den reduzierten Fond angießen und das Ganze 10 Minuten leise köcheln lassen. 100 ml Sahne zufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  5. Haut vom Hähnchen entfernen, das Fleisch in kleine Stücke zupfen, in die Sauce geben und langsam erwärmen.
  6. In einer Pfanne die restliche Butter erhitzen und darin bei mittlerer Temperatur die Speckstreifen und die Champignons anbraten.
  7. 5 Minuten vor dem Servieren die Erbsen in die Sauce geben. Die Sauce darf dabei und von nun an nicht mehr kochen.
  8. Sauce mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und evtl. einer Prise Zucker abschmecken.
  9. Alles auf vier Teller verteilen und mit der Sauce überziehen. Speckstreifen und Champignons darüber verteilen. Nach Belieben mit frischen Kerbelblättchen bestreuen.

    Dazu passen: Nudeln oder Reis.

 

 

Zutaten
  • 1 Hähnchen (ca. 1 kg)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 500 ml trockener Riesling*
  • 1,5 l Hühnerbrühe
  • 2 Zwiebeln
  • 2 frische Knoblauchzehen
  • 200 g weiße Champignons
  • 150 g geräucherter durchwachsener Bauchspeck
  • 70 g Butter
  • 1 EL Mehl
  • 125 ml Sahne
  • 250 g gespaltene junge Erbsen ( frisch oder TK)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • evtl. 1 Prise Zucker
  • evtl. 1/2 Bund Kerbel

*Falls Kinder mitessen, statt des Weins den Saft einer kleinen Zitrone.

Übrigens

Auch die Innereien bereitete Christian Rach in der Doku zu. Herz, Leber und Co. kann man in etwas Öl gebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt servieren.

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