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Im Zeichen des Genusses

Im Zeichen des Genusses

Vom 1. bis 3. Oktober öffnete die „eat&STYLE“, Genussmesse und Food-Festival in einem, zum ersten Mal für dieses Jahr wieder ihre Tore. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so einen ebenso interessanten wie schmackhaften Tag erlebt.

Zum allerersten Mal überhaupt fand diese kulinarische Veranstaltung in Düsseldorf statt. Ganz neue Location (die atmosphärische Alte Schmiedehalle auf dem Gelände Areal Böhler), teilweise neues Konzept. Standen in den letzten Jahren neben dem Marktplatz mit verschiedensten Ausstellern vor allem Live-Kochshows mit Promi-Köchen im Vordergrund, lautet jetzt die Devise "Mitmachen und Anfassen". Dazu luden in Düsseldorf an den drei Messetagen insgesamt 80 kostenlose Workshops plus mehrmals pro Tag der "Walk of Coffee" ein. Bei Letzterem konnte man während eines circa anderthalbstündigen Programms einen fachkundigen Einblick die Welt des guten Kaffees erhaschen – vom Anbau der Kaffeebohnen bis zum richtigen Wasser für die Kaffeezubereitung, Umgang und Übung mit verschiedenen Espressomaschinen inklusive. Auf der anderen Seite der Halle entführte Romana Echensperger, Master of Wine, ins Reich der Weine. Wo die Workshop-Teilnehmer nicht nur kosten, sondern auch viel Wissenswertes über Wein, beispielsweise den Unterschied zwischen Bio-, Öko- und veganem Wein erfahren konnten.

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Ran an Rind und Torte!

In der "Men's World Academy" wurde am ersten Messetag gleich ein ganzes Viertel Rind zerlegt. Genauer gesagt das hintere Viertel eines Wagyu-Rinds aus der ökologischen Zucht von Profi-Koch Lucki Maurer. Dabei vermittelte der Züchter höchstselbst zusammen mit seinem sternedekorierten Kollegen Wolfgang Müller den interessierten Fleischfans (zu denen, Standname hin oder her, auch Frauen gehörten) einiges zu den verschiedenen Cuts. Nach drei Tagen war am Ende der Messe jedes Fleischstück gemeinsam verarbeitet, zubereitet – und verspeist. Sehr süß ging's unter der Leitung von Véronique Witzigmann, Expertin für Süßes, und Konditorenweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber in der Backstube zu, wo unter anderem Einhorn-Kekse und Apfelstrudel in der Dose gebacken wurden. Und hier fand auch gleich am ersten Messetag ein zuckergeladener Showdown statt: der Motivtortenwettbewerb. Innerhalb von 90 Minuten mussten die sechs kreativen Tortenbäckerinnen, die sich vorab hierfür qualifiziert hatten, live, vor den Augen von Fachjury und neugierig zuschauendem Publikum, die schönste UND leckerste Motivtorte zaubern. Als Siegerin wurde schließlich Alegra-Isabel Raising mit ihrer Amethyst-Hochzeitstorte gekürt. Noch aufregender wird's an der Zuckerbäckerinnenfront im November, wenn auf der für 2016 letzten eat&STYLE die Gesamtsiegerin dieses zuckersüßen Wettbewerbs verkündet wird.

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Küchentricks in der Trickküche

Spannend ging's auch in zwei anderen interaktiven Küchenbereichen zu. Im einen hatte man bei Event- und Show-Köchin Bettina Seitz das (im ganz normalen Haushaltsalltag noch eher seltene) Vergnügen, ein raffiniertes Gericht im "sous vide"-Verfahren zuzubereiten, also bei niedrigen Temperaturen im Vakuum zu garen. Im anderen verriet Food-Profi Ronny Loll, während er mit seinen Workshop-Teilnehmern herzhaft-delikate Crêpes in einer ganz normalen Pfanne machte, reichlich Küchentricks. Zum Beispiel, wie man ein Stückchen Eischale, das beim Aufschlagen mit in der Schüssel gelandet ist, ziemlich einfach wieder rauskriegt (indem man statt eines Löffels eine der beiden Schalenhälften zum Rausfischen benutzt). Wenige Stunden später kam einem hier das Geschehen dank eines Paella-Kochkurses mit valencianischen Köchen auf beste Weise spanisch vor. Und schließlich sorgte Profi-Koch Heiko Antoniewicz an den Mitmachflächen und auf den Zuschauersitzen mit "Flavour-Pairing" noch für kulinarisches Kopfkino.

Feines für Feinschmecker

Auf keinen Fall fehlen dürfen auf einer Messe, die ganz im Zeichen des Genusses steht, natürlich Leckereien, die man direkt kaufen und mit nach Hause nehmen kann. In Düsseldorf tummelten sich auf dem Marktplatz der eat&STYLE zahlreiche kleine, aber wirklich sehr feine Manufakturen, deren mit Herz, Hand, Verstand und Liebe gemachte Produkte die Geschmacksknospen zum Tanzen brachten. Wie erfrischende Bio-Limonade nach einem alten indonesischen Familienrezept; fein-fruchtige Essige; leckerster Haselnuss-Aufstrich ganz ohne Laktose, Gluten und Palmöl; mit feinen (und teils ausgefallenen) Zutaten verfeinerter Honig; delikate Konfitüren aus frischem Bio-Gemüse; zartschmelzende Macarons; feine Tees, pur als Teeblume und wirklich überraschende Mischungen in Bio-Qualität; Meerpasta in Form von Algennudeln. Insgesamt luden rund 140 Aussteller die Besucher zum Probieren, Staunen, Entdecken und Schmecken ein.

Wer nun die eat&STYLE in diesem Jahr gerne selbst erleben möchte, hat vom 28. bis 30. Oktober in München, 11. bis 13. November in Hamburg und 18. bis 20. November in Stuttgart noch Gelegenheit dazu.

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