EMSA Blog
Mach dein Take-away müllfrei!

Mach dein Take-away müllfrei!

Einmal Essen zum Mitnehmen und schon sitzt man auf einem Haufen Styropor und Alufolie in einer Plastiktüte. Das muss doch auch anders gehen, dachte sich die Berliner Initiative „Das Tiffin Projekt“ und erfand, was in Indien schon seit über 100 Jahren praktiziert wird: ein Mehrwegsystem mit einem wiederverwendbaren Behälter.

„Just taste, no waste“ lautet das Motto des Startups. Nach sechsmonatiger Pilotphase startet das Tiffin Projekt nun mit vielen neuen Ideen und Verbesserungen offiziell durch. Der Grundgedanke ist die Müllvermeidung beim Essen. Dabei muss auf die moderne To-Go-Mentalität nicht verzichtet werden: Die Tiffin Boxen können entweder in den teilnehmenden Restaurants ausgeliehen werden oder man bringt seine eigene Box mit.  

Bildergalerie

App in Planung

In der Pilotphase war das Projekt sowohl für Partner-Restaurants als auch für Kunden (Mitglieder) kostenfrei. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt das kürzlich eingeführte Bezahlsystem für teilnehmende Restaurants, das zur kostendeckenden Finanzierung des Projekts beitragen soll.

Für Ende des Jahres ist außerdem eine App geplant, welche Restaurants und Mitglieder besser vernetzen soll und darüber hinaus als Mitgliedsausweis dient. Mit Einführung dieser App werden auch Mitglieder das Projekt mit einer geringen Gebühr pro Leihtag der Box unterstützen – ähnlich wie das Leihsystem in einer Videothek.

BildergalerieBildergalerie

So funktioniert‘s

Bis dahin funktioniert das Ganze so: Kunden registrieren sich kostenlos online. Mit ihrer Mitgliedskarte leihen sie sich eine Tiffin Box bei den Partner-Restaurants aus. Sie erhalten ihr Essen somit verpackungsfrei und trotzdem to go. Innerhalb einer Woche müssen die Mitglieder die mehrstöckigen Edelstahlboxen zurückbringen.

Alternativ könnt ihr aber auch eure eigene Lunchbox mitbringen. Denn die Hygieneschutzbedingungen sind grundsätzlich mit den Partner-Restaurants geklärt. Wie mir Projektleiterin Anna Behrendt erklärte, hat das Tiffin Projekt mit dem Gesundheitsamt ein Konzept entwickelt, das bei allen Partnern eingeführt wird.

Bildergalerie


Akquise startet jetzt

Bislang nehmen zwar erst 16 Restaurants in Berlin, Eberswalde, Oberhausen, Augsburg und München teil. Bis zum Ende des Jahres hoffen Anna Behrendt und ihr Team aber auf 50 Partner-Restaurants deutschlandweit zu kommen. Wer sein Lieblingsrestaurant gern dabei hätte, kann dem Startup an info@dastiffinprojekt.org schreiben. Welche Betriebe bereits teilnehmen, zeigt die Karte auf der Website http://dastiffinprojekt.org/.

Ich persönlich finde die Idee großartig und für Deutschland absolut überfällig. Ich begrüße auch jedes Café oder Restaurant, das auf eigene Faust handelt und sein Essen zum Beispiel in Einmachgläsern herausgibt. Gerade selbst erlebt: Für das Weckglas habe ich einen Euro gezahlt, den ich wiederbekomme, wenn ich es zurückbringe. Umdenken kann so einfach sein!

Ähnliche Beiträge

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Hinterlasse einen Kommentar